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Gesprächskultur in NÖ – Selbst die Überarbeitung einer Strategie kann kreativ sein

Ein erstes subjektives Resümee zu einer Zusammenarbeit

Seit dem Start von OpenGLAM.at im Jahre 2013 beschäftige ich mich mit Gesprächskultur, denn nichts ist förderlicher als #Offenheit – #Transparenz und #Teilhabe. Diese Werte stehen hinter einer riesigen Open Knowledge Bewegung, doch meistens werden Sie auf der rechtlichen Ebene gefordert. Was auch völlig richtig ist, nur: wenn wir diese Werte nicht auch lebendig praktizieren, wie soll das denn mit wertvollen Kunst- und Kulturobjekten, beziehungsweise deren Digitalisaten funktionieren?

Wenn wir nicht erleben durften, wie bereichernd ein offener Dialog, ein transparentes Handeln und das Teilhaben lassen und das selbst Teilhaben an einer Gesellschaft und dem individuellen Wissen ist, wie sollen wir Vertrauen dazu entwickeln?

In unserem #OpenGLAMat Netzwerk praktizieren wir diese Gesprächskultur seit Beginn an und konnten bei vielen Gelegenheiten (Workshops, Konferenzen, etc) einen Samen in die betreffenden Teilnehmenden pflanzen, der auch unser Netzwerk größer werden ließ, der dann schließlich zur Vereinsgründung führte.

Seit 2017 findet der Kulturhackathon zum wiederholten Male statt und anlässlich der CoVid-19 – Pandemie wurde diese Gesprächskultur auch erstmals im großen Umfang digital praktiziert.

Das machte uns als niederösterreichischer Verein zur Vorreiterin (wir sind überdurchschnittlich weiblich besetzt!) in dieser Region, weshalb wir von der Abteilung Kunst & Kultur des Landes NÖ den Auftrag erhielten, den Stakeholderprozeß zur Überarbeitung der Strategie digital zu begleiten. Im vorigen Blogbeitrag wird bereits auf den Open_Culture_Cast hingewiesen, der in lebendigen Gesprächen die Gedanken zu diesem Prozess „hörbar“ macht.

In zwei Online-Workshops hat das Land #NOE die Öffentlichkeit auch zur #Teilhabe an diesem Prozess aufgerufen und tatsächlich war eine breite Beteiligung durch alle Kunstdisziplinen und Kulturprofessionen vorhanden. Rund 300 Anmeldungen insgesamt und ca. 180 tatsächlich Teilgenommene bestätigen das Interesse an solchen Prozessen und begrüßen diesen Schritt seitens der Landesregierung. Auch die anerkennenden Worte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – auch Que(e)rbeet durch alle Altersgruppen – bestärkte die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in ihrem #Mut zur #Offenheit und #Transparenz.

Die Dialogkultur macht’s möglich, auch digital in Resonanz mit anderen zu gehen und im Gespräch Nähe zu erfahren, die uns in der Pandemie des letzten Jahres abhanden gekommen ist. So konnte besonders in Kleingruppen fokussiert auf Themen ein intensiver Austausch zwischen Bevölkerung und Beauftragte der Strategie angeregt und kreative Ideen, Sichtweisen und Vorschläge als Ergebnisse gesichert werden.

Den Slogan gemeinsam Kunst Kultur leben haben wir alle sehr Ernst genommen und nicht nur die Beteiligung, sondern auch die Ergebnisse sprechen FÜR diesen gelungenen Schritt, wobei ich herzlichst für das Vertrauen der Abteilung Kunst und Kultur danken darf, weshalb ich diesen digitalen Prozess mitgestalten und damit viel Positives in die Welt bringen durfte.

OpenGLAM.at wird in den nächsten Wochen gemeinsam mit wissenschaftlicher Begleitung durch die FH St. Pölten die Ergebnisse sichern und dabei unterstützen, dass diese Ergebnisse sinngemäß in die Strategie einfließen werden.

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